Unsere Pressemitteilungen

Weitere Aktion gegen Trasse des Radschnellwegs durch Landschaftsschutzgebiet (27. Mai 2017)

Vergrößerte Fotos von den neuralgischen Stellen wie von der belasteten VEGLA-Halde, dem „Engpass“ Auf der Heggen, der Schützenwiese in Straß und dem gefährdeten Baum- bestand; Flyer; Unterschriftenlisten; Aufkleber „Kein Radschnellweg im Wurmtal“: Mit einem Infostand machten die NaturFreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein und Aktive aus dem Bereich Straß erneut auf den von Ihnen abgelehnten Streckenabschnitt zwischen Pannesheide und Herzogenrath-Mitte durch Landschaftsschutzgebiet aufmerksam und suchten Unterstützung (siehe Fotos des Infostands).

„Fast ausschließlich Rückenwind“ durch die Bürgerinnen und Bürger konstatierten Bruno Barth (Vorsitzender der NF) und Herbert Schmerz (Initiator der Unterschriftenliste) zu der Ablehnung der Planungen der Städteregion für diesen Streckenabschnitt. Überraschend war, dass immer noch viele wenig oder nichts über dieses „Leuchtturm-projekt“ gehört oder gelesen haben. „Wir werden weiter informieren, bevor Fakten geschaffen worden sind“, so die erklärte Absicht. „Klammheimlich wird dieses Projekt nicht durchgehen!“

Petition an den Landtag:                                                                                                   Neue Proteste gegen Radautobahn durch LSG Wurmtal (10. März 2017)

„Wir werden keinesfalls abwarten, bis die jetzt beauftragte Studie der Städteregion dar-  legen wird, was alles „machbar“ ist! Resignation gibt es auf jeden Fall nicht,“ so Bruno Barth, Vorsitzender der NaturFreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein zur Eingabe an den Petitionsausschuss des Landtages (siehe: Die komplette Eingabe im Wortlaut im Anhang). Konkret bezieht sich das Schreiben auf die beabsichtigte Trassenführung durch das LSG Wurmtal.

Aktuell wurde jetzt von Strasser Bürgern eine Eingabe formuliert, in der sie „ungleiche und ungerechte Behandlung“ seitens der Verwaltungen der Städteregion und der Stadt Herzogenrath beklagen, so dass eingebrachte Einwände nicht berücksichtigt worden seien. Unterstützt wird die Petition von allen Naturschutzverbänden vor Ort: NF Herzogenrath-Merkstein, Wurmtal AG, BUND Kreis Aachen und NABU Kreis Aachen.

Fünf konkrete Einwände werden in der Petition ausgeführt:

  • Naturschutz: Konkret ein Antrag der Wurmtal AG vom April 2016 auf Erweiterung des Naturschutzgebietes.
  • Giftige Vegla-Halde unmittelbar an der beschlossenen Trassenführung.
  • Explodierter Munitionstransport 1944 auf der Bahnstrecke mit Granaten, die unter der Oberfläche „ruhen“.
  • Unterirdische Stollen.
  • Alternative Streckenführung, die leichtfertig verworfen wurde.

Parallel zu dieser Petition wird z.Z. federführend von einer Initiative in Aachen-Laurensberg ein Schreiben an den „Bund der Steuerzahler“ entworfen, in dem auf „Steuerverschwendung“ eingegangen wird.

NF-PM zur Veranstaltung am 4.11.2016 in Strass: Radschnellweg

„Die Bevölkerung in Straß und Herzogenrath will ganz eindeutig die Trassenführung des geplanten Radschnellwegs von Aachen nach Herzogenrath durch das Landschaftsschutzgebiet nicht. Das wurde bei unserer Veranstaltung eindrucksvoll klar“! Dieses Fazit zog der Vorsitzende der NaturFreunde (NF), Bruno Barth, nach der Veranstaltung „NaturFreunde vor Ort“ zum Thema „Kommt die Trasse für die Radautobahn im/am Wurmtal entlang der DB-Linie doch durch die Hintertür?“ Der anwesende Initiator der Unterschriftensammlung gegen diese Trassenvariante, Herbert Schmerz, sprach von 1.500 handschriftlich gesammelten Unterschriften – fast alle von Bürgern aus Herzogenrath. Sollten die Kommunalpolitiker in der Städteregion und in Herzogenrath trotzdem diese Strecke gegen allen Widerstand durchdrücken, erwies sich die sog. „Bürgerbeteiligung“ als Farce, so der Tenor der sehr zahlreich erschienen Besucher in der Turnhalle der kath. KiTa in Straß. Günter Kalinka von der „AG Wurmtal“ verglich die möglichen Auswirkungen auf die Natur durch den Bau eines derartigen Radschnellwegs mit dem Bau einer Autostraße. Großes Gelächter rief die Prognose der „Potenzialanalyse“ hervor, die von ca. 12.000 Radfahrern täglich ausgeht. Die NF wiederholten nochmals ihren Vorschlag, den Radschnellweg von Aachen kommend in Pannesheide enden zu lassen. Über die Neustraße sei für die Radfahrer eine problemlose Zuwegung gegeben und das Wurmtal bliebe geschont. Ein Radschnellweg mag im dicht besiedelten Ruhgebiet durchaus Sinn machen, sicher nicht abseits der Bebauung im Wurmtal.

radschnellweg-strass-1 radschnellweg-strass-2

Radschnellweg Aachen – Herzogenrath:  NEUIGKEIT!!

 Die von der Verwaltung favorisierte und von uns als „inakzeptabel“ bezeichnete geplante Trassenführung am Wurmtal durch Landschaftsschutzgebiet direkt an der DB-Bahnlinie ist vom Bauausschuss der Stadt in seiner jüngsten Sitzung abgelehnt worden. Wir sehen das als großen Erfolg unserer Aktivitäten seit Beginn 2015 an, den wir zusammen mit vielen Bürgerinnen und Bürgern (u.a. mit einer Unterschriften-sammlung initiiert von Herbert Schmerz) erreicht haben.

Damit ist das Thema Radautobahn aber keinesfalls erledigt. Wie reagiert die Städteregion auf diesen Beschluss? Kritikpunkte wie z.B. die Kosten dieses Leuchtturmprojekts bleiben. Es soll jetzt von der Städteregion eine Trassenvariante von Pannesheide über die Neustraße geprüft werden. Ist das nötig? Reicht nicht der vorhandene Radweg dort als Zuwegung für Radfahrer vollkommen aus? Und wie soll der weitere Verlauf sein? Über die Wendelinusstraße?

Wir werden das weiter kritisch verfolgen und Sie informieren! Damit nicht im „Verborgenen“ weiter geplant wird . . . . . . . . .

Radschnellweg Aachen-Herzogenrath/Heerlen

Hier: Trassenabschnitt Aachen-Richterich (18.06.2016)

An die Fraktionen im Rat der Stadt Aachen,

wir Unterzeichner haben am Samstagmorgen, 18. Juni, eine öffentliche Begehung der von der Verwaltung favorisierten Trassenführung des Radschnellweges in Laurensberg durchgeführt.

Am Samstag vorher, 11. Juni, hat schon eine analoge Begehung vor Ort für den Strecken-abschnitt Pannesheide – Herzogenrath stattgefunden. Die hier vorgeschlagene Strecken-variante durch Landschaftsschutzgebiet direkt am Naturschutzgebiet Wurmtal wird als „inakzeptabel“ abgelehnt (siehe Mail im Anhang an die Fraktionen im Städteregionstag und in Herzogenrath).

Abgesehen von unserer grundsätzliche Kritik an diesem überdimensionierten Leucht-turmprojekt mit jetzt schon ausgegebenen 400.000 Euro für verschiedene Studien, den prognostizierten Baukosten von 15-20 Mio Euro nach heutigem Stand, den an Satire erinnernden Prognosezahlen von potenziellen täglichen Umsteigern vom Auto aufs Fahrrad (12.000!), den z.T. nicht hinnehmbaren Eingriffen in Natur und Landschaft und den Einschränkungen für unmittelbar betroffene Anwohner äußern wir uns hier speziell zur Trassenführung Rütscherstraße – alter Bahndamm – Tiitardsfeld:

  • Von den Bürgern in Laurensberg wird dies eindeutig abgelehnt. Die Verwaltung der Städteregion hatte ihre „Workshops“ im April unter dem Motto „Beste Strecke gesucht“ geführt. Wenn Bürgerbeteiligung und –wille nicht nur bloße Lippenbekenntnisse sein sollen, darf diese Streckenvariante keine Rolle mehr spielen. Inzwischen sind gut 1.000 handgeschriebene Unterschriften gegen diese Planung gesammelt worden; und die Unterschriftenaktion geht weiter.
  • Rütscherstraße, Kleingartenanlage Rütsch, Brückenbauwerk über die Umgehungs-straße sind unsinnige und überflüssige Eingriffe, die sich z.B. bei einer Strecken-führung über die Henricistraße ausschließen ließen.
  • Auf dem alten Bahndamm würden bisherige Nutzer verdrängt (Seniorenresidenz, Kinderspielplatz); die für einen Radschnellweg notwendige Breite ist nicht immer gegeben (auch wenn im „vorauseilendem Gehorsam“ durch einen angeblichen „Pflegeschnitt“ schon in den Baumbestand eingegriffen wurde), Zuwegungen sind ungeklärt.

Die Umwandlung der Straße Tittardsfeld zu einem Radschnellweg ist für die Anwohner nicht hinnehmbar. Ein vollständiger Wegfall der Parkmöglichkeiten wäre die Folge, die Erreichbarkeit der Häuser wäre außer mit dem Rad erheblich eingeschränkt, z.T. wäre eine Umgestaltung für Fußgänger und Kinder ein Verdrängungswettbewerb zuungunsten der Schwächeren.

Sava Jaramaz, Mitglied der Bezirksvertretung Laurensberg, als Teilnehmer der Begehung teilt im Übrigen die Sorgen der Bürger.

Setzen Sie schon in der nächsten „Mobilitätsausschusssitzung“ der Stadt Aachen ein eindeutiges Zeichen und nehmen Sie als gewählte Bürgervertreter ihre Aufgabe Ernst! Stoppen Sie unsinnige Planungen!

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Hillebrand und Claudia Cioska

(Initiatorinnen der Unterschriftensammlung)

Bruno Barth

(Vorsitzender NaturFreunde Bezirk und OG Herzogenrath-Merkstein)

Kontakt:

Barbara Hillebrand

Hillebrand.Barbara.2007@web.de

Begehung AC-Lau, 1Begehung AC-Lau, 3

Trassenführung am Wurmtal inakzeptabel 11.6.2016

Am 11. Juni fand eine öffentliche Begehung der von der Verwaltung favorisierten Trassen-führung des geplanten Radschnellwegs von Aachen nach Herzogenrath statt. Bruno Barth als Vorsitzender der NaturFreunde und Herbert Schmerz als Initiator der Unterschriften-sammlung erläuterten ca. 50 Teilnehmern, warum eine derartige Trassenführung durch das Landschaftsschutzgebiet an der DB-Linie hinter Friedhof und Schützenwiese in Straß INAKZEPTABEL ist.

(dazu: Zwei Fotos der Begehung und die Stellungnahme zur Trassenführung im Wortlaut)

Begehung Radtrasse 11.6.2016, 2 Begehung Radtrasse 11.6.2016, 1

Trassenführung Radschnellweg:

Streckenabschnitt Pannesheide – Herzogenrath

„Beste Strecke gesucht“, so hat die Verwaltung der Städteregion die „Work-Shops“ bei der sog. „Bürgerbeteiligung“ beworben. Die Meinung der Bürger ist inzwischen sehr klar erkennbar: Die Trassenvariante von Pannesheide nach Herzogenrath durch Landschafts-schutzgebiet direkt am Naturschutzgebiet Wurmtal an der Bahnlinie Aachen – Düsseldorf wird eindeutig abgelehnt! Ca. 500 Unterschriften wurden Herrn Oswald beim „Work-Shop“ in Herzogenrath am 26.4. übergeben. Bei der erneuten Begehung der Trasse in Straß am 10.6. kamen weitere ca. 250 dazu. Die Unterschriftensammlung geht weiter; es ist davon auszugehen, dass die Marke 1.000 bald erreicht ist (Muster der Unter-schriftenliste: siehe Anhang).

Wir fordern Sie deshalb als die „Entscheidungsträger“ auf: Streichen Sie diese von der Verwaltung der Städteregion favorisierte Trassenführung komplett! Eine „Machbarkeitsstudie“ für diese Variante ist damit überflüssig und sollte nicht weiter verfolgt werden!

  • Bei einer derartigen Trassenführung würde jede Menge Fläche versiegelt, große Erdbewegungen, Baumfällungen, Rodungen wären nötig. Das ist inakzeptabel!
  • Diese Trassenvariante verläuft am Rande bzw. abseits der Bebauung und damit von potenziellen Nutzern.
  • Sie ist die teuerste Variante.
  • Sie wird von den Bürgern im Einzugsbereich abgelehnt (s.o.)

Der Radschnellweg kann in Pannesheide enden. „Alltagsradler“ können schon heute über beidseitige Radwege die Neustraße auf deutscher bzw. niederländischer Seite benutzen. Als Freizeitroute steht ebenfalls eine beschilderte Alternative durchs Wurmtal von dort zur Verfügung. Alternativ könnte ggf. eine Fortführung des Radschnellwegs über die Neustraße untersucht werden.

Mit freundlichen Grüßen

Bruno Barth (Vorsitzender NaturFreunde)

Herbert Schmerz (Initiator der Unterschriftensammlung)

Naturfreunde Bezirk-Nordeifel 27.4.2016

Wird der Bürgerwillen Ernst genommen?

„Die favorisierte Streckenführung kann so nach Meinung einer großen Anzahl von Bürgern nicht bleiben! Zumindest dann nicht, wenn man den „Bürgerwillen“ Ernst nimmt“, so der Vorsitzende der NaturFreunde , Bruno Barth, nach den sog. Bürger-beteiligungen“ der Verwaltung der Städteregion zum geplanten Radschnellweg Aachen – Herzogenrath/Heerlen. Bei den  „Work-Shops“, die in den letzten Tagen stattfanden, waren zwei separate Unterschriftenlisten mit mehr als 700 Unterstützern gegen eine Trassenführung entlang der DB-Bahn durch das Landschaftsschutzgebiet (Herzogenrath) bzw. auf Teilstücken des alten Bahndamms (Laurensberg) abgegeben worden. Die NaturFreunde haben seit Beginn der Planungen das Teilstück von Pannesheide nach Herzogenrath direkt am Wurmtal durch ein Landschaftsschutzgebiet als „unakzeptabel“ kritisiert. Sie fühlen sich jetzt in ihrer Auffassung und Einschätzung bestätigt, dass die Planungen so von sehr vielen Bürgern  – entgegen den offiziellen Verlautbarungen –  nicht gewollt sind.

„Dabei hatten die Bürger  bei den ‚Online-Work-Shops‘  nur die Gelegenheit, sich zur Trassenführung zu äußern, nicht zum Leuchtturmprojekt grundsätzlich. Selbst bei der Trassenführung wurden die Meinungen „gewichtet“ und die Belange des Natur- und Umweltschutzes werden nur mit  10% berücksichtigt“, legt die Umweltreferentin der NF, Marika Jungblut, nach. „Bei den Work-Shops, die jetzt stattfanden, wurde den Bürgern wieder  suggeriert, man nehme die Bedenken Ernst. Jedoch wurden viele Fragen, wie bspw. wo die Zahlen der „Umsteiger“ vom Auto auf das Fahrrad herkommen,  nicht beantwortet, wodurch die ganze Sache immer noch intransparent bleibt.“ .

Schon jetzt sei jede Menge Geld (ca. 400.000 Euro) für Studien, Werbekampagnen u.a. verschwendet worden, was man besser für die Instandhaltung und Verbesserung der bestehenden Radwege verwendet hätte. Die NF werden auf jeden Fall „ein kritisches Auge“ auf die weitere Entwicklung werfen.

„Wenn Sie auch der Meinung sind, dass die Trassenführung durch das Wurmtal verhindert werden muss, wenden Sie sich an Ihre Ratsvertreter vor Ort und laden Sie sie gegebenenfalls zu einer Ortsbegehung ein“, rät Bruno Barth.

 

Stellungnahme vom 19.02.2016 Bezug auf AZ/AN vom 18.02.2016

Radautobahn: Stellungnahme der NF 19.2.2016

Neben der grundsätzlichen Kritik an solch einem „Leuchtturmprojekt Radautobahn“ – wie auch die Baustelle Vogelsang – wo mit aller Macht nach Fördertöpfen gegriffen wird und letztlich alles ein Vielfaches teuerer wird als ursprünglich errechnet, liegt der Schwerpunkt unserer Kritik als NaturFreunde auf dem Streckenabschnitt Pannesheide – Herzogenrath. Nach wie vor werden hier Streckenvarianten favorisiert, die eine riesige Flächenver-sieglung, größere Erdbewegungen zum Abbau der natürlichen Steigungen und unzählige gefällte Bäume erfordern würden. Eine Trasse durch Landschaftsschutzgebiet in direkter Nähe zum Naturschutzgebiet Wurmtal ist für uns absolut unakzeptabel und wird entschieden abgelehnt! Zumal es eine Alternative ohne derartige Eingriffe gäbe. Ausschlaggebend für das Festhalten auf dem Rücken von Natur und Umwelt sind die zugrunde gelegten „Kriterien zur Bewertung“ von vorgeschlagenen Trassenführungen. Wenn „Eingriffe in Natur und Landschaft“ nur mit 10% gewichtet werden, andere Kriterien wie „Trennung von Fuß- und KFZ-Verkehr“ oder „Verlustzeiten durch Wartezeiten“ mit insgesamt 90% zu Buche schlagen, muss man sich über das Ergebnis nicht wundern. Durch diese Gewichtung kommt dann ein Ergebnis der sog. „Bürgerbeteiligung“ zustande, das fast identisch mit dem Trassenverlauf ist, den die Verwaltung der Städteregion selber vorgelegt hat. Zufall oder Absicht? Sicher eine Vorlage für eine weitere Realsatire wie die prognostizierten 12.000 täglichen Umsteiger vom Auto aufs Fahrrad bei Vorhandensein des Radschnellwegs.
Im Namen der NaturFreunde Herzogenrath-Merkstein
Bruno Barth (Vorsitzender)
Marika Jungblut (Umweltreferentin)

Stellungnahme vom 15.12.2015

Radautobahn aktuell: Ein eigenes Bild vor Ort machen!

Auf den ersten Blick sieht das vielleicht noch ganz gut aus. Bei genauerem Hinsehen vor Ort ergibt sich ein ganz anders Bild“, so reagiert der Bezirksvorsitzende der NaturFreunde (NF), Bruno Barth, auf die Offensive des Landesverkehrsministers NRW pro Radautobahn.

Laut ADFC sind Radautobahnen in Ballungsräumen mit hoher Einwohnerdichte sinnvoll, wo viele Autofahrer Strecken kleiner als 5km zurücklegen. Vorgaben von NRW für Radschnellwege bedeuten eine Trennung von Fuß- und Radverkehr. D.h. wir sprechen von einem vier Meter breiten, asphaltierter Radweg, dazu von einem zwei Meter breiten Fußweg und einem evtl.. Grünstreifen als Trennung; bei Zweirichtungsverkehr muss der Radschnellweg sechs Meter Breite haben.

Mag sein, dass solche Radautobahnen in o.g. Ballungsräumen einen Sinn machen, zumindest wenn die Trassen auf schon vorher versiegelten Flächen verlaufen, erläutern Barth und Jungblut.
Für die Radautobahn von Aachen nach Herzogenrath trifft dies aber alles nicht zu. 12.000! Auto fahrende Pendler würden nach der Prognose der schon fertig gestellten Potenzial-analyse aufs Rad umsteigen. Eine realistische Zahl oder eher Wunschdenken? Die beim Wettbewerb von der Verwaltung der Städteregion eingereichte Streckenführung und die z.Z. vorliegenden drei Varianten führen alle im Abschnitt von Kohlscheid nach Herzogenrath unmittelbar am Naturschutzgebiet Wurmtal vorbei durch Landschafts-schutzgebiet mit Bäumen, Wiesen, Äckern abseits der Bebauung. Hier müssten gewaltige Flächen versiegelt werden, größere Erdbewegungen wären durch die hügelige Landschaft des Wurmtals notwendig, weil eine Radautobahn nach den vorgeschriebenen Kriterien steigungsarm sein muss, zahlreiche Bäume müssten ebenfalls gefällt werden. Alles scheint nur vom Schreibtisch aus geplant zu sein. Ein realistisches Bild kann man sich jedoch nur an Ort und Stelle machen. Die NF haben dazu einen Flyer aufgelegt, der aktualisiert worden ist undöffentliche Begehungen durchgeführt. Die Mehrheit der Teilnehmer war entsetzt, welche erheblichen Eingriffe in Natur und Landschaft bei einer Umsetzung der Planung nötig wären. „Die Radautobahn Aachen – Herzogenrath in der vorgelegten Form ist deshalb abzulehnen“ so das Fazit der NF.

IMGP2292

Pressemitteilung vom 21.10.2015

Radschnellweg – Kostenspirale ohne Ende?

200.000 Euro sollten die Studien und Analysen im Vorfeld des geplanten
Radschnellwegs von Aachen nach Herzogenrath mit Abzweig nach Heerlen (NL)
ursprünglich kosten. Das war 2014. Gut ein Jahr später sind es schon 350.000 Euro,
und dies ist nicht die endgültige Summe. ,,Wo soll das enden?“ fragt sich Bruno Barth, vom Bezirksvorstand der NaturFreunde (NF) ,,Überall fehlt es an Geld, hier scheint es keine Rolle zu spielen“. Bekannt wurde das Ganze auf den Bezirksversammlungen Laurensberg am 02.09. und Richterich am 09.09.15.                                                               Dort wurde seitens der Venrwaltung der Städteregion von einem ,,Nachtrag“ gesprochen. ,,Die genaue Höhe steht derzeit noch nicht fest. Die benötigten Mittel müssen außerplanmäßig bereit gestellt werden und durch Einsparungen in anderen Bereichen gedeckt werden“, so wird es in den schriftlichen Unterlagen der Sitzungen dargestellt.
,,Wenn man diese Steigerungen auf die 2014 genannten Baukosten von 15 Mio Euro
überträgt, dann hat der,,Bund der Steuerzahler“ demnächst ein neues Beispiel für Steuerverschwendung, das er in sein ,,Schwarzbuch“ aufnehmen kann“, ergänzt
Marika Jungblut, umweltpolitische Sprecherin der NF.  Projekte, die durch Mischfinanzierungen finanziert werden, erscheinen auf den ersten Blick von Vorteil. Somit ist die Bereitschaft groß Geld auszugeben. „Der Wettlauf um die Fördertöpfe endet für den Steuerzahler und Komunen oft in einer Schuldenfalle. Viele Maßnahmen sind unausgereift, werden größer und teurer als es ursprünglich auch beabsichtigt war. Sie werden oft aufgebläht, um den notwendigen Förderrichtlinien zu genügen.“ so so Jungblut weiter.
„Bisher hatten sich die NF in ihrer Kritik am Radschnellweg hauptsächlich mit der
skizzierten Trassenführung, wie sie von der Städteregion 2014 vorgelegt wurde,
auseinandergesetzt. Dabei geht es vor allem im Bereich Herzogenrath um den
Streckenabschnitt Pannesheide – Herzogenrath, wo eine Schneise für eine asphaltierte Trasse durch Landschaftsschutzgebiet direkt am Naturschutzgebiet Wurmtal geschlagen werden müsste und in Aachen um den Bereich des ehemaligen Bahndamms in Laurensberg, wo ebenfalls Natur geopfert würde, aber es müsste auch ein riesiges, kostenintensives Viadukt über die Umgehungsstraße von der Rütscherstraße aus nach Laurensberg gebaut werden.
Die Kostenentwicklung für diese ,,Leuchtturmprojekt“ sei ein weiterer Aspekt, der den
Bürgerinnen und Bürgern bekannt gemacht werden müsste, anstatt ,,Werbebotschaften pro Radschnellweg“ seitens der Städteregion zu verkünden, so die NF abschließend.

Weitere lnfos dazu:
www.naturfreunde-nordeifel.de

___________________________________________________________________________________

Pressemitteilung vom 03.09.2015

Natur-freunde zur Bürgerbeteiligung Radschnellweg – Mehr schein als sein?
Ob der Rücktauf an Anregungen bzgl. Radschnellweg Aachen –
Herzogenrath/Heerlen nun ,,beeindruckend“ ist, wie där Radverkehrsbeauftragte der Städteregion in seiner Pressemitteilung behauptet, oder eher nicht, sei dahingestellt.
„Entscheidend ist, inwieweit auf die Vorschläge eingegangen wird und diese Berücksichtigung finden“, legt Bruno Barth, Bezirksleiter NaturFreunde Nordeifel, dar. lm nächsten Schritt geht es nun darum, unter Berücksichtigung der Vorschläge eine konkrete Streckenvariante zu entwickeln. So war es zumindest einem Artikel der Aachener Nachrichten zu entnehmen. „Wie jetzt noch eine neue Streckenvariante entwickelt werden soll, wo eine geplante Streckenfuhrung schon bei der Einreichung für den Wettbewerb vorgelegt werden musste, ist mir schleierhaft, ,,so Marika Jungblut, Umweltreferentin und Referentin für Öffentlichtsarbeit der NaturFreunde. „Auch der Zeitptan macht deutlich, dass eine echte Beteiligung gar nicht mehr möglich ist. Die Machbarkeitsstudie ist so gut wie beendet und diese fußt auf der bisher vorliegenden Streckenführung,“ erklärt Jungblut weiter. Der von der Städteregion vorgegebene Streckenverlauf, auf dessen Grundlage das gesamte Verfahren und alle Analysen fußen, sieht u.a. den Abschnitt zwischen Pannesheide und Herzogenrath vor – mitten durch Landschaftsschutzgebiet, direkt angrenzend ans Naturschutzgebiet Wurmtal. Bei einer Realisierung wurden zudem wieder enorme Flächen versiegelt. Dies widerspricht zudem den Zielen der Landesregierung und der Naturschutzverbände.
„Wenn das Einholen der Argumente nicht nur eine Bürgerbeteiligung zum schein sein soll, muss dieser Teilabschnitt komplett gestrichen werden. Das ist eine ökologische Todsünde“! bringt es Barth auf den Punkt. Ebenfalls ist die geplante Strecke, in Aachen ab Gartenanlage Rütsch, über Laurensberg bis nach Richterich ökololgisch sehr bedenklich, denn äuch hier müssen Flächen versiegelt werden und zudem kommt es durch die geplanten Brückenbauwerke ebenfalls zu Rodungen und enormen Befestigungsaufwand an den noch jetzt grünen Böschungen. Das ganze Ausmaß der bei einem Ausbau dieser Strecken notwendigen Naturzerstörungen und gewaltigen Erdbewegungen kann man nur erkennen, wenn man sich das Ganze in der Natur selber ansieht und nicht nur einfach Linien im lnternet zeichnet.

___________________________________________________________________________________

Pressemitteilung vom 06.05.2015

Stellungnahme der NaturFreunde Herzogenrath-Merkstein  zur zur Berichterstattung im Lokalteil Aachen-Stadt vom 4.5. bzw. auf der Städteregionsseite vom 5.5.2015

Richtigstellung der falschen Behauptungen der Grünen in den oben genannten Berichten

1. „In Herzogenrath wurden sämtliche Beschlüsse zu dem Projekt bisher
einstimmig beschlossen“. Dies entspricht nicht den Tatsachen! SPD und Linke
haben die Durchführung und Finanzierung der z.Z. laufenden Vorplanungen
und Studien für insgesamt 300.000 Euro (10.000 Euro für Herzogenrath)
abgelehnt.
2. Die Kosten für den späteren Bau (geschätzt z.Z.: 15 Mio Euro) „werden zu
80% vom Land NRW getragen“. Auch das ist so nicht richtig. Im sog.
„Auslobungstext“ des Ministeriums 2013 … weiter

Pressemitteiling vom 08.02.2015

Grundsätzliches Umdenken erforderlich

Der gesamte Streckenbereich des Radschnellwegs von Kohlscheid durch das Wurmtal nach Herzogenrath muss auf jeden Fall komplett gestrichen werden!Mehr lesen…

Stellungnahme vom 4.12.2013

Überdimensioniertes Prestigeobjekt

Als Alltagsradler, der wahrscheinlich im Jahr mehr Kilometer per pedes und mit dem Rad zurücklegt als alle Mitglieder des Städteregionstags zusammen, kann ich den kritiklosen Jubel der Städteregion und des Radverkehrsbeauftragten nicht teilen!

Grundsätzlich freue ich mich natürlich über jede Verbesserung in der Radinfrastruktur, ich halte sie für notwendig und richtig. Aber stimmen hier die Dimensionen? Mehr lesen…

___________________________________________________________________________________

Pressemitteilung vom 18. August 2014
zum geplanten sog. „Scoping-Verfahren“ der Städteregion

Bürger weiter nicht beteiligt!

Nach einer Kurzmeldung in denANvom 16.8. 2014 will die Städteregion jetzt ein nicht-öffentliches sog.Scoping-Verfahrenzum geplanten Radschnellweg AachenHerzogenrath bzw. Heerlen durchführen… Mehr lesen…

___________________________________________________________________________________

Pressemitteilung vom 25. Mai 2014
Zu Landesausschuss der NaturFreunde

Radschnellweg auf Landesebene der NaturFreunde

Die NaturFreunde (NF) Herzogenrath-Merkstein sind natürlich für ein gutes Radwegenetz. Radfahren ist gesund und ökologisch und sollte gefördert werden. Aber nicht unter der Prämisse: Mehr lesen…

___________________________________________________________________________________

Pressemitteilung vom 25. November 2014

Flyer zum geplanten Radschnellweg:
NaturFreunde Herzogenrath-Merkstein und Aachener Baumschutzbündnis
informieren
Bis zur öffentlichen Bürgerbeteiligung und Information zum Radschnellweg Aachen –
Heerlen mit Abzweig nach Herzogenrath seitens der Städteregion wird noch einige
Zeit vergehen. „Da müssen wohl vorher die Dinge festgezurrt werden Mehr lesen…